Sanddorn.Marchfeld

Seinen Ursprung findet der Sanddorn im Himalaya, Nepal, West- und Ostasien.

Heute gelten als Hauptverbreitungsgebiete Asien und Europa. Durch alle Epochen hindurch wussten die Menschen Sanddorn als Heilmittel zu nutzen.

Bereits vor über 2000 Jahren wurde die Pflanze von den Menschen in Himalaja und Nepal für ihre Zwecke verwendet.

Auch große Heerführer wie Alexander der Große und Dschingis Khan bevorzugten die Sanddornpflanze zur Stärkung ihres Immunsystems. Aber nicht nur für sich, sondern auch für ihre Pferde, die durch den Verzehr von Sanddorn glänzendes Fell erhielten. Im arabischen Raum wird die Verabreichung von Sanddorn z.B. in getrockneter Form für Sportpferde bis heute noch praktiziert.

 

Als Sanddornliebhaberin und Spezialistin galt Hildegard von Bingen, die den Sanddorn und damit seinen Nutzen erstmals ausführlicher beschrieb.

Heute werden in Europa ca. 780 ha Sanddorn kultiviert, wobei ein Großteil in Polen und Deutschland angebaut wird.

Bei Sanddorn handelt es sich um eine Dauerkultur mit einem 20 bis 30-jährigen Lebenszyklus.

Der Gemeine sonnenverliebte Sanddorn (Hippophae rhamnoides L.) ist ein 2 bis 5 m hoher dorniger, stickstoffbindender Strauch. Die Pflanze ist winterhart – kann Temperaturen bis zu – 40 ° widerstehen.

Stickstoff wird aus der Luft entnommen und gebunden ist jedoch der Luft/Stickstoffanteil zu gering, so befinden sich in den Wurzeln des Sanddorns Strahlenpilze, die die Pflanze bei Bedarf mit Stickstoff versorgen.

Gut geschützt und wehrhaft mit seinen langen Dornen kommt Sanddorn als Ölweidengewächs oft in Windschutzgürteln und Steilhängen vor (ingenieur-biologische Bedeutung).

Die Früchte des Sanddorns sind für seinen enorm hohen Vit.C-Gehalt bekannt und werden insbesondere in Nahrungsmittel und Getränken, sowie in der Naturkosmetik verwendet.

Aufgrund seiner weiteren gesundheitsfördernden, heilenden und antioxidantischen Inhaltsstoffe kann man die Sanddornbeere als heimisches Superfood bezeichnen.

Die Möglichkeiten, Sanddorn zu verarbeiten sind unendlich - z.B. als Muttersaft, Marmelade, Fruchtfleischöl, Kernöl, Tee, Mischgetränke, Chutneys und noch vieles mehr.

Normalerweise assoziieren wir Vitamin C mit Zitronen, Orangen und diversen Südfrüchten. Jedoch: der heimische Sanddorn kann uns um ein zehnfaches mehr mit Vitamin C versorgen. Aufgrund dieses hohen Vitamin-C-Gehaltes wird sie auch als "Zitrone des Nordens" bezeichnet.

In der Regel sagt man: „ 3 – 5 kleine Beeren decken den täglichen Vitamin C Bedarf eines erwachsenen Menschen“. Vitamin C kann im Körper nicht überdosiert werden, es wird auf natürlichem Weg wieder ausgeschieden.

Auch in unseren Breiten ist die Pflanze unbekannterweise heimisch und verbreitet. Man findet ihren natürlichen Lebensraum in den hiesigen DonauauenNachzulesen auf der Homepage des Nationalparks Donauauen.

Im Marchfeld – der Kornkammer Österreichs - wo Ackerbau, Gemüseanbau und die endlose Weite das Land regiert, entsteht etwas Neues, etwas Besonderes … eine Sanddornplantage.

Sanddorn wächst natürlicherweise in sonnigen Lagen und auf sandigen und kargen Böden.

Hier im südöstlichen Marchfeld mit seinem pannonischen Klima findet der Sanddorn die besten Wachstumsbedingungen - trockene und heiße Sommer mit mäßigem Niederschlag, sowie kalte Winter, und bei UNS leichte wasserdurchlässige Böden.

Sanddorn braucht viel kosmische Nahrung – LICHT - mit ca. 1.900 Sonnenstunden im Jahr zählt das Marchfeld zu den sonnenreichsten Gegenden Österreichs.

Sanddorn – das vielseitige Gesamtprodukt,

wie es nur die Natur hervorbringen kann!